Guido Kerkhoff
Klöckner & Co SE
Im Jahr 2002 wechselt Kerkhoff zur Deutschen Telekom, wo er verschiedene Führungspositionen im Finanzbereich inne hat. Von 2006 bis 2011 verantwortet er als Zentralbereichsleiter das Konzernrechnungswesen und Konzerncontrolling. 2009 steigt er in den Vorstand der Telekom auf, wo er zunächst die Regionen Süd- und Osteuropa betreut, ab 2010 dann das gesamte Europa.
Seit April 2011 ist Kerkhoff Vorstandsmitglied und CFO bei ThyssenKrupp. Im Mai 2015 hat der Manager seinen Vertrag um fünf weitere Jahre bis 2021 verlängert. Im Juli 2018 springt er nach dem Rückzug von ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger als Interims-Chef ein. Ende September wird ihm die CEO-Position dann dauerhaft übertragen.
Ein Jahr später beenden Aufsichtsrat und Kerkhoff die Zusammenarbeit einvernehmlich. Aufsichtsrätin Martina Merz übernimmt bei den Essenern. Nach wenigen Monaten, im Juli 2020, wird bekannt, dass Guido Kerkhoff die Nachfolge des Klöckner-CEOs Gisbert Rühl antreten soll. Dafür wird Kerkhoff bereits ab September 2020 als stellvertretender Vorstandsvorsitzender in den Vorstand des Stahlunternehmens berufen. Den CEO-Posten wird er ab Mai 2021 übernehmen.
2) Im Februar 2017 gelingt ThyssenKrupp der Verkauf des verlustreichen Stahlwerks in Brasilien. Zusammen mit dem Verkauf des Walzwerks im US-Bundesstaat Alabama zwei Jahre zuvor ist das von Kerkhoffs Vorgängern verantwortete Fehlinvestment in den Stahlmarkt Nord- und Südamerikas damit beendet. Analystenschätzungen zufolge hat es ThyssenKrupp über die Jahre rund 8 Milliarden Euro gekostet. Im September 2017 schließt ThyssenKrupp eine Grundsatzvereinbarung mit dem Stahlkonzern Tata Steel zur Zusammenlegung der europäischen Stahlgeschäfte beider Konzerne. Dieser Deal entlastet das Eigenkapital von ThyssenKrupp um mehrere Milliarden Euro.
3) Im Februar 2013 platziert ThyssenKrupp eine fünfjährige Anleihe über 1,25 Milliarden Euro, die im März um weitere 250 Millionen aufgestockt wird. Mit der Emission nutzt der Konzern das vorteilhafte Marktumfeld und erzielt nach eigenen Angaben trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage des Konzerns einen historisch günstigen Zinscoupon für eine von ThyssenKrupp begebene Anleihe.
4) Ende 2012 verkauft ThyssenKrupp seine Edelstahltochter Inoxum an die finnische Outokumpu. Der M&A-Deal hat ein Volumen von 2,7 Milliarden Euro. Hierdurch schärft der Industriekonzern sein strategisches Profil und reduziert die hohe Nettoverschuldung. Die Inoxum-Transaktion ist Bestandteil eines Portfolioprogramms, das die Trennung von Geschäften mit einem Umsatz von insgesamt rund 10 Milliarden Euro umfasst. Dieses Programm schließt ThyssenKrupp unter CFO Kerkhoff in dem vorgesehenen Zeitraum von 18 Monaten erfolgreich ab.